Archiv | Juli, 2011

Sonntag, du bist eine Sauna

31 Jul

Sonntag, heute bist du eine Bio-Sauna. Du magst es warm, aber nicht so heiß, und die Feuchtigkeit in der Luft riecht wie der Duft frischer Wäsche. Reden tust du nicht viel heute. Das ist ja irgendwie verpönt in der Sauna. Wir kennen uns ganz gut, da ist vieles schon gesagt. Wenn auch längst nicht alles. Was würde sonst aus der geliebten Sonntags-Ode werden? Aber gucken ist erlaubt, ein bisschen jedenfalls. Und wo kann man auch wenig reden und ein wenig schauen? Da gehe ich jetzt hin. Ins Museum. Das ist ein sonntäglicher Ort, ein Betrachten und in Ruhe lassen. Meine Freundin nehme ich mit. Die kann ich dann stupsen oder anzwinkern, wenn ich was sehen. So wie in der Sauna.

Mopo 31. Juli

31 Jul

Liebe Mopo, heute habt ihr ordentlich was über Katzen drin. Die Mieze weiß das zu schätzen. Sie hat interessiert mitgelesen und es sich später sogar auf der Mopo gemütlich gemacht. Drei Katzen habe ich gezählt: Auf der Lokalseite über die DraußenGastronomie-Lärmdebatte lugt eine wunderschöne Siam aus dem Fenster. Direkt daneben der rote Tiger Philli, gerettet von einem Langenhorner Baum. Und schließlich der wendländische Kater, der es sich im „neuen Leben der Christa Goetsch“ und gleich mal auf ihrem Arm gemütlich gemacht hat. Mauz, mauz, mauz!

Die mir gestern zukurzgekommene Geschichte übers CCH (sanieren oder abreißen?) bekommt heute ein großes Foto, viel Lesermeinung, und sogar den Kommentar. Schade nur, dass der Freisteller neben dem Kommentar so ein paar Buchstaben wegfrisst…

Ein bisschen gewundert habe ich mich über das Interview mit Sky Du Mont anlässlich der Rocky-Horror-Picture-Show im Schauspielhaus. Nachdem es diese Woche schon einen Artikel gab zur Premiere, am  nächsten Tag noch einen zur Premiere, diesmal mit Foto von Frau Du Mont und tags darauf noch einen Artikel plus Interview mit dem Hauptdarsteller. Ist das vielleicht eine Serie?

Noch viel mehr gewundert habe ich mich über den zweiten Aufguss des Artikels über die Telefonsex-Buchautorin. Die gleiche Frau, die gleiche Geschichte, aber heute mit Peitschen-Foto. Das ist ja fast so penetrant wie die Werbung für diese Telefonsexdings, sagt eure Mauzipauzi

Papiertiger

31 Jul

Mopo 30. Juli

30 Jul

Liebe Mopo, gern habe ich den Kommentar zur Titelgeschichte “Frauen kosten Männer ein Jahr ihres Lebens” gelesen. Das passende Buch zum Thema kommt am Montag raus: “Warten auf Frauen”. Schade nur, dass der Buchtitel nicht nur ein bisschen langweilig aussieht, sondern auch ziemlich unscharf ist. Das macht ein Mauz mit einem kleinen Pauz dazu.

Das CCH soll abgerissen werden? Das steht irgendwo links unten in einer 15 Zeilen-Meldung. Da hätte ich doch gern mehr drüber gelesen.

Mein absolutes Highlight heute: die kleine Shopping-Tour mit Kim Wilde im Karoviertel. Wie schade, dass es den “Lucky Lucy”-Laden nicht mehr gibt, das wäre doch voll was für die gute Kim gewesen. Das FrüherFoto ist heute freigestellt, bei der letzten Kim-Wilde-Geschichte gab es das gleiche Foto MIT Hintergrund. Das weiß ich zufälligerweise, weil das an meinem Kühlschrank hängt, zusammen mit einem Union-Jack-Magneten… Mauz!

Statt der eigentlich für heute erwarteten Wettergeschichte über den schon wieder davongeflatterten Sommer bekomme ich schön viele OutdoorTipps fürs Wochenende. Openair-Kino, Duckstein-Festival, Sommerdom, Poets on the Beach. Und einmal fliegende Bauten. Wie kann man das Wetter mit seinen eigenen Waffen schlagen? fragt eure Mauzipauzi

Statt Wettergeschichte

28 Jul

Was soll man bloß machen, wenn es mal nicht mehr regnet? Raus zum Altonaer Balkon. Wenn man will, könnte man daraus sogar eine Wetter-Geschichte machen: Der Himmel so blau, die Aussicht so schön und so weiter. Oder wir hängen einfach auf einer Oldschool-Holzbank ab, ziehen die Kapuzenpullis abwechselnd aus und wieder an. Und entdecken am Boden einen geheimnisvollen Kronkorken.

Mopo 28. Juli

28 Jul

Liebe Mopo, gern habe ich heute die Geschichte über den gestrandeten Rainbow-Tours-Bus gelesen. Mit einer besorgten Mutter, mit dem Protokoll des Sohnes, mit gruseligen Reise-Anekdoten von zwei MopoRedakteuren. Textlich ist das dicht, nur rein optisch ist da ein Loch. Die Zeile geht gar nicht bis ganz rüber (so wie neulich bei Mette-Marit). Ist das ein neuer Layout-Trend oder einfach Hudelei?

Spannend fand ich auch den Artikel über die geplante Wildtierstation im Klövensteen. Statt zwei Hirschen hätte ich aber gern Fotos gesehen von Herrn Erdmann, der das auf die Beine stellen will, ebenso von den Widersachern und auch von der Wildtierstation in der Lüneburger Heide.

Über große Fotos freuen kann sich hingegen der Hamburger, der sich betrunken und in alsternasser Unterhose von Polizisten in Gewahrsam nehmen lassen musste. Und eine schöne Zeile hat er auch bekommen. Mauz.

Auf der Szene-Seite lese ich das “Aufgespürt” über limitierte Leggins von Superhorstjansen. Komisch, in den letzten Wochen habe ich schon mindestens zwei Mal in der Mopo von den ausgefallenen Beinkleidern gelesen. Meine Definition von “aufgespürt” ist eine andere. Eure Mauzipauzi

Mopo 27. Juli

27 Jul

Liebe Mopo, heute habe ich euch schon sehr früh gelesen, und bei der Investition von 800.000 Euro Steuergeldern für die Villa von Herrn Ahlhaus ist mir auch direkt das Brötchen aus der Hand geklappt. Später am Tag musste die Mopo allerdings herhalten, um ganz viel Geschirr einzupacken von liebgewonnenen Freunden, die in eine andere große Stadt umziehen. Die Druckerschwärze klebt an meinen Händen. Ein Auge lacht, und eins weint.

Colin Karl

26 Jul

 

Da bin ich aber auch erst draufgekommen, nachdem ich neulich Colin Firth in einer FritzKarl-Rolle mit Helen Hunt gesehen habe… Links: Colin Firth, rechts: Fritz Karl

Mopo 26. Juli

26 Jul

Liebe Mopo, Mette-Marit weint um ihren Stiefbruder, der auf der Insel Utoya erschossen wurde. Auf der Titelseite schreibt ihr, er sei ihr Bruder, und auch die Überschrift des Artikels vergisst den Wortteil “Stief-”. Dabei wäre auf beiden Seiten noch genug Platz gewesen. Auf Seite 3 habt ihr sogar noch den Raum für die fehlenden Buchstaben freigelassen: die Zeile reicht gar nicht bis nach rechts rüber. Das soll jetzt keine Haarspalterei sein. Ich finde das alles so und so schlimm, aber noch schlimmer finde ich, wenn ihr diese schlimme Nachricht durch das Weglassen des richtigen Verwandtschafts-Grades noch schlimmer machen wollt. Pauz.

Da ist sie ja wieder, die Sonne! “Im lauschigen Kaffeegarten Schuldt scheint die Zeit stehen geblieben zu sein”. Ja, das scheint ganz so. Oder warum sonst sehe ich die Café-Gäste auf der grünen Terrasse in Top und T-Shirt sitzen und blauen Himmel und Sonnenschein genießen? Mauz.

Einen Hinweis zu “Yoga im New York Style” finde ich auf der Stadt & Land-Seite. Nur leider wird gar nicht erklärt, was da jetzt eigentlich New York daran ist.Vielleicht der Veranstaltungsort in einem Loft? Ich lese von einem “Intensivkurs in modernster Umgebung”, der “gigantisch” ist. Bitte was? Ein Yoga-Kurs auf 800 Quadratmetern mit bis zu 150 Teilnehmern, das riecht für mich nach Massenveranstaltung und der Text, der riecht irgendwie nach PR. Eure Mauzipauzi

221B Baker Street

26 Jul

Ich habe zwei neue Freunde! Der eine heisst Sherlock, der andere John. Gestern habe ich die BBC-Neuauflage von Sonntag nach-geschaut und bin restlos begeistert, vor allem von Benedict Cumberbatch als Sherlock.

Dr. Watson hat ein Blog. Und muss Sherlock immer sein Handy ausleihen. Sherlock huscht wie ein Husky mit hochgestelltem Mantelkragen und Schal durch Londons freundlich ausgeleuchtete, moderne Düsternis. Super-Dialoge, coole Charaktere. Sherlock ist ein Ermittler aus Leidenschaft, ein Consulting Detective ohne Bezahlung, aber mit um so mehr Verve, eigensinnig und unbequem. Während einer Pressekonferenz der Polizei schickt er zum Beispiel SMS an die Journalisten, die die Aussagen des Kommissars torpedieren. Was für eine coole Idee! Nach fünf Minuten ist auch die Stimme „Den kenn ich, den kenn ich, ist das nicht…“ leiser geworden. Ja genau, der Watson-Darsteller Martin Freeman war das Porno-Double in „Love…actually“. Aber das kann man schnell abhaken…

Dieser Sherlock Holmes ist kein Remake, er hat sich einfach noch einmal neu erfunden. Messerscharf, bildgewaltig und unterhaltsam. Nächsten Sonntag: „Der blinde Banker“, ARD, 21.45 Uhr.

Hier noch mehr Infos (natürlich ohne zu viel zu verraten): Ein Blick hinter die Kulissen

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