Mopo 8. Juli

8 Jul

Liebe Mopo, heute beschäftigt ihr euch mit einem wichtigen Thema, nämlich Toleranz. Während Islamprediger Vogel im Artikel laut vieler Experten der gefährlichste Islamprediger ist, fällt er im Kommentar in die Kategorie “Toleranz auch für Knallköppe”. “Mit seinem Zottelbart und dem nachthemdartigen Gewand sieht Pierre Vogel eher komisch als gefährlich aus”, schreibt der Mopo-Redakteur im Kommentar. Hinten dann die passende Zeile “Wer ist der komische Islamisten-Vogel”? Aha. Das nenne ich redaktionelle Toleranz. Und weil ich nämlich tolerant bin, werde ich das nicht kommentieren.

Auch wenn ich nicht täglich stundenlang S-Bahn fahre, interessiert es mich doch, wenn es Neuigkeiten im öffentlichen Personennahverkehr gibt. Heute wird mir eine “neue S-Bahn für Hamburg” versprochen. Und was muss ich auf dem Foto sehen? Alles wie gehabt, nur eben mit schicken Star-Trek-Durchgängen. Schön, dass ich erfahre, dass dieser geräumiger ist und “durchgängig” wie ein Tazzelwurm. Und dass Flatscreens aufgehängt werden. Aber was ist eigentlich mit den Sitzen? Das würde mich als Fahrgast ehrlich gesagt am meisten interessieren. Werden die breiter, schmaler, mit mehr Beinfreiheit, oder vielleicht mal längs gegenüber wie in der Underground? Gibt es neue Bezüge? Farbige, unkaputtbare, flauschige oder glatte? Das will ich alles wissen!
Zu Anfang des Textes lese ich, der neue Zug soll ab 2012 rollen. EINER? Und weiter hinten, dass die Finanzierung (111 Mio. Euro) noch gar nicht durch ist. Vorerst gibt es nur den umgebauten Prototypen, der dann auf der Flughafen-Strecke unterwegs sein soll…”So sieht Hamburgs neue S-Bahn aus”, hm, da fehlt mir der Zusatz “wenn dann”. Und wann eigentlich die neuen Züge (äh, also die anderen 111) kommen sollen. Bittedanke.

Wollen Sie ein “O” kaufen? Das OhnsorgTheater versteigert eine Menge Schätze, am Samstag von 13 bis 15 Uhr im Ohnsorg-Theater-Hof. Mauz!

Und schließlich noch ein schlimmer optischer Unfall im Sportteil. „Prinz dachte an Rücktritt“ – dazu passt ein nachdenkliches, ernstes Foto. Jawoll. Aber muss es denn eins sein, bei dem ich jeden Mitesser auf der Nase und jedes Haar im Damenbart einzeln betrachten kann? So dass ich mich gar nicht auf den Text konzentrieren kann, weil ich in Gedanken die Pinzette suche? Für solche Fälle gibt sicher noch andere Fotos von Birgit Prinz. Oder Photoshop. Pauz, eure Mauzipauzi

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Eine Antwort to “Mopo 8. Juli”

  1. Oliver Kreuz 9. Juli 2011 um 12:15 am #

    Hm Toleranz. Am tolerantesten war ich eigentlich als Kind…
    Was den Zottelbart betrifft, so wäre es schön, wenn man über ihn so wenig berichtet, wie über Nazis zu viel berichtet wird.

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