Archiv | Juli, 2011

Colin Karl

26 Jul

 

Da bin ich aber auch erst draufgekommen, nachdem ich neulich Colin Firth in einer FritzKarl-Rolle mit Helen Hunt gesehen habe… Links: Colin Firth, rechts: Fritz Karl

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Mopo 26. Juli

26 Jul

Liebe Mopo, Mette-Marit weint um ihren Stiefbruder, der auf der Insel Utoya erschossen wurde. Auf der Titelseite schreibt ihr, er sei ihr Bruder, und auch die Überschrift des Artikels vergisst den Wortteil “Stief-”. Dabei wäre auf beiden Seiten noch genug Platz gewesen. Auf Seite 3 habt ihr sogar noch den Raum für die fehlenden Buchstaben freigelassen: die Zeile reicht gar nicht bis nach rechts rüber. Das soll jetzt keine Haarspalterei sein. Ich finde das alles so und so schlimm, aber noch schlimmer finde ich, wenn ihr diese schlimme Nachricht durch das Weglassen des richtigen Verwandtschafts-Grades noch schlimmer machen wollt. Pauz.

Da ist sie ja wieder, die Sonne! “Im lauschigen Kaffeegarten Schuldt scheint die Zeit stehen geblieben zu sein”. Ja, das scheint ganz so. Oder warum sonst sehe ich die Café-Gäste auf der grünen Terrasse in Top und T-Shirt sitzen und blauen Himmel und Sonnenschein genießen? Mauz.

Einen Hinweis zu “Yoga im New York Style” finde ich auf der Stadt & Land-Seite. Nur leider wird gar nicht erklärt, was da jetzt eigentlich New York daran ist.Vielleicht der Veranstaltungsort in einem Loft? Ich lese von einem “Intensivkurs in modernster Umgebung”, der “gigantisch” ist. Bitte was? Ein Yoga-Kurs auf 800 Quadratmetern mit bis zu 150 Teilnehmern, das riecht für mich nach Massenveranstaltung und der Text, der riecht irgendwie nach PR. Eure Mauzipauzi

221B Baker Street

26 Jul

Ich habe zwei neue Freunde! Der eine heisst Sherlock, der andere John. Gestern habe ich die BBC-Neuauflage von Sonntag nach-geschaut und bin restlos begeistert, vor allem von Benedict Cumberbatch als Sherlock.

Dr. Watson hat ein Blog. Und muss Sherlock immer sein Handy ausleihen. Sherlock huscht wie ein Husky mit hochgestelltem Mantelkragen und Schal durch Londons freundlich ausgeleuchtete, moderne Düsternis. Super-Dialoge, coole Charaktere. Sherlock ist ein Ermittler aus Leidenschaft, ein Consulting Detective ohne Bezahlung, aber mit um so mehr Verve, eigensinnig und unbequem. Während einer Pressekonferenz der Polizei schickt er zum Beispiel SMS an die Journalisten, die die Aussagen des Kommissars torpedieren. Was für eine coole Idee! Nach fünf Minuten ist auch die Stimme „Den kenn ich, den kenn ich, ist das nicht…“ leiser geworden. Ja genau, der Watson-Darsteller Martin Freeman war das Porno-Double in „Love…actually“. Aber das kann man schnell abhaken…

Dieser Sherlock Holmes ist kein Remake, er hat sich einfach noch einmal neu erfunden. Messerscharf, bildgewaltig und unterhaltsam. Nächsten Sonntag: „Der blinde Banker“, ARD, 21.45 Uhr.

Hier noch mehr Infos (natürlich ohne zu viel zu verraten): Ein Blick hinter die Kulissen

Das Feeling von Wolle

25 Jul

Nur drei Stufen entfernt vom nachmittäglichen Großstadt-Wettrennen liegt der Woll-Laden. Keine gestressten Kunden, keine Hintergrundmusik, keine überschminkten Verkäuferinnnen. Einfach nur Wolle, Garn und Fäden, bunte, gescheckte und geflauschte Knäuel und ein Mann und eine Frau hinterm Tresen. Alle die Ruhe selbst. Ein Ort von wolliger Meditation. Es riecht nach früher, nach Gemütlichkeit und nach unaufgeregter Vorfreude. Alle Beleuchtungskonzepte und Verkäufer-Schulungen müssen leider draußenbleiben.

Mopo 25. Juli

25 Jul

Liebe Mopo, ich sage nur Wetter. Warum nur muss das Wetter so oft die Auftaktseite im Lokalteil bestreiten? Heute also eine Wetter-Seite zum schlechten Wetter. Nachdem es gestern auch eine Wetter-Seite zum schlechten Wetter gab. Obwohl ich gern auch Meterologin geworden wäre, ist mir das eindeutig zu viel Wetter in letzter Zeit bei gleichbleibender Nachrichtenlage. Ist vielleicht auch was passiert in der Stadt? Was macht ihr bloß, wenn irgendwann wieder die Sonne scheint? Gibt es dann eine Beilage?

Diese Wetter-Überdosis kann nur mit Tiergeschichten wieder wettgemacht werden. Und zwar mit Robbie Williams und seiner achtköpfigen Pudel-Crew. Mit der Geschichte über Wildtiere, die im Tierheim aufgepäppelt werden. Und dann lerne ich noch was über das “Himmelreich für Hamburgs Vögel”. Mauz, sage ich.

Schließlich noch das: Irgendjemand bei der Mopo hat eine neue Leidenschaft, und zwar fürs Geschichtenzerpflücken. Nachdem ich neulich schon gestaunt habe, auf wieviele verschiedene Seiten man eine Harry-Potter-Geschichte verteilen kann, habt ihr das heute einfach noch mal mit Amy Winehouse gemacht. Erst mal eine Doppelseite in der Kultur mit Nachruf, und dann nochmal die nachrichtliche Berichterstattung nachgereicht auf der letzten Doppelseite im Panorama. Rückblenden kenn ich aus dem Kino… In der Mopo hätte ich gern alles am Stück. Eure Mauzipauzi

Mopo 24. Juli

24 Jul

Liebe Mopo, heute habt ihr eine sehr umfangreiche Berichterstattung über die “Terroranschläge in Norwegen”, sechs Seiten insgesamt. Sehr erstaunt war ich da, beim Fotoreport “Rock’n’Wrestling” im Hafenklang ein Foto mit einem blutverschmierten Nummerngirl zu sehen, dass durch den Ring getragen wird. Angesichts der schrecklichen Bilder aus Oslo hätte man die Geschichte vielleicht auch ohne dieses Foto machen können? Die Wrestling-Bilder sprechen doch für sich, pauz.

Zehn tolle Fahrradtouren rund um Alster und Elbe, das ist guter Service und wird ausgerissen. Falls der Regen noch mal aufhört, mauz. Und schließlich muss ich noch auf mein Lieblingsthema kommen, das Wetter: “Sommerurlaub bei 14 Grad: Die Regencamper von der Ostsee”. Das faszinierende an diesem Artikel: die Grafik “Erst Regen, dann Sonne: So wird das Wetter in Hamburg in den nächsten zehn Tagen”. Ich sehe sechs Wolken und dann vier Sonnen. Und unten stehen die Wochentage, allerdings ohne Datum. Hey, kann ich diese Wettervorhersage vielleicht so ähnlich wie einen ewigen Kalender benutzen? Eure Mauzipauzi

Sonntag, du hast die Hosen an

24 Jul

Lieber Sonntag. Heute hast du die Hosen an. Du bist so lustlos wie das Pfützenkind aus der Sanostol-Werbung. Da nutzt auch kein gut zureden. Heute willst du einfach nicht. Da muss ich mich wohl unterordnen. Eine Hose habe ich auch schon angezogen. Und was langärmeliges. Und darüber wiederum eine Wolljacke.

Früher wollte ich dich ändern. Ich wollte immer raus mit dir. Ich wollte viel mehr erleben als in einen Sonntag reinpasst. Ich wollte am liebsten, dass du mir alles gibst, wofür die anderen Tage keine Zeit hatten. Aber das hat dir gar nicht in den Kram gepasst. Ausschlafen, Leute treffen, Liegengebliebens aufarbeiten und dabei noch entspannen – den Vogel hast du mit gezeigt.

Heute hast du mich früh geweckt. Damit ich endlich Zeit habe für weniger, nicht für mehr. Jetzt kann es regnen. Es könnte auch mal wieder die Sonne scheinen. Hauptsache du hast die Hosen an.

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