„Es kommt alles gut“

16 Aug

Der Schweizer Tatort vom vergangenen Sonntag muss unbedingt noch eine Kritik bekommen. Das war nämlich „Wunschdenken“ (so der Titel) erster Kajüte. Ich war auf einiges gefasst. Nämlich sprachlich (wie viel Schweizerdeutsch muten sie den Zusehern zu?), fachlich (was für Schurken treiben sich diesmal in der heilen Bergwelt herum?) und kommissartechnisch (nachdem ich gelesen hatte, dass dieser Tatort von einer CSI-Schauspielerin geziert wird).

Die Story: So durchsichtig wie die großen Glasfronten an der Villa des entführten Politikers. Weil die Idee einer selbstinszenierten Entführung nämlich vor einer Woche schon im ZDF bei den dänischen Kollegen „Protectors“ gelaufen ist, war das schnell zusammengereimt. So blass die besorgte Ehefrau rüberkam, so überzeichnet waren die Schurken: schmuddelige Hausfrau, großer gefährlicher Muskelprotz. Gut gefallen haben mir die schweizerischen Ausdrücke wie „Es kommt alles gut“.  Nicht entscheiden konnte ich mich aber in punkto CSI-Schauspielerin Sofia Milos: Finde ich ihren Simone-Thomalla-Look mit stillgelegter Mimik am schlimmsten, die unvermeidlichen Bettszenen mit Kommissar Flückiger oder doch die merkwürdige Synchronisation?

Hängengeblieben ist mir folgendes: In Luzern immer die Fenster zu machen, wenn man geht (wegen der Tauben). Wenn man fremde Autos besprüht, immer die Farbdosen verschwinden lassen. Und zwei Millionen Franken im Koffer sehen immer nach weniger aus.

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