Archiv | Oktober, 2011

Kammerflimmern

28 Okt

Eine Woche ohne Internet, da hat man auf einmal Zeit für viele andere Dinge… Um sich beispielweise mal wieder ganz und gar von einem Buch fesseln zu lassen und es in einem Rutsch durchzulesen:

„Kammerflimmern“ von Anne Holt und ihrem Bruder Even Holt: Ein Thriller, bei dem die Hauptfiguren nicht Kommissare sind, sondern zwei Kardiologen. Warum werden lebensrettende Herzstarter (sogennante Mikro-Defibirillatoren) zu Mords-Maschinen? Ein spannendes Puzzle, dessen Teile in Norwegen, in den USA und in London verteilt liegen. Es geht um Macht und Reputation, Enttäuschung und Hass und um böse Spiele an der Börse.

Die von mir meist links liegengelassenen Klappentexte haben mir am Schluss verraten, dass Anne Holts Bruder und Co-Autor selbst Herzspezialist ist. Jetzt wüsste ich noch gern, wie lange es dauert, wenn man zu zweit an einem Buch schreibt…

Anne und Even Holt: Kammerflimmern. Piper, 19,99 Euro.

Mopo 20. Oktober

20 Okt

Liebe Mopo, heute wird also das Thema „Helmpflicht für Radfahrer“ diskutiert. Weil nämlich Peter Ramsauer von der CSU das für sinnvoll hält, der ADFC (soszusagen der ADAC der Radfahrer) jedoch nicht. Die Kommentare in der Umfrage reichen von „Nur für Kinder“ über „sinnvoll“ bis „sollte jeder selbst wissen“. Ich sehe nur immer wieder Fahrräder, die mit Riesenschlössern festgemacht werden, und der Fahrradhelm baumelt ungesichert am Lenker. Den klaut eh keiner! Ganz schön schwer haben es die Helme…

Gern gelesen habe ich „Mord und Totschlag im Museum“, eine rechtsmedizinische Schau am UKE. Auf dem großen Foto sehe ich eine Leiche auf einem Perserteppich liegen, die Pantoffeln sind von den Schuhen gerutscht, und rundherum stehen schon die kleinen Nummern-Tafeln. Die Ausstellung soll einen Einblick in die Rechtsmedizin geben: realitätsnah, vielleicht auch gruselig, aber auf jeden Fall sehenwert. Bis 20. April im Meidzinhistorischen Museum. Ich werde hingehen!

Gut zu wissen, dass das „Studio“-Kino in der Bernstorffstraße nach drei Jahren Pause wieder seine Türen öffnet. Kleine Kinos mit roten Plüschsesseln und dem originalen und unvergleichlichen Kino-Duft muss man irgendwie einfach liebhaben…

Versteckt in einem Meldungsbein lese ich von der Niederkunft von Carla Bruni-Sarkozy. Wem die Kleine wohl ähnlich sieht? Man darf gespannt sein auf die ersten Fotos! Heute ohne Helm, eure Mauzipauzi

 

 

Zacken aus der Krone

17 Okt

Da sagt man immer „Da bricht der sich doch keinen Zacken aus der Krone“ und zack, ist es nämlich doch passiert: Mein armer dänischer Unterteller mit Kronenrand. Zu wild gespült. Zu schade, um ihn auszusortieren. Jetzt brauche ich einen Keramik-Doktor…

Bratreis für Obdachlose

16 Okt

Essen für Obdachlose beim Bok in der Holstenstraße.

Mopo 15. Oktober

16 Okt

Liebe Mopo, obwohl einen Tag zu spät, hier muss noch schnell der Nachklapp zur Samstags-Ausgabe kommen. Denn der Zaun an der Helgoländer Allee ist weg, die Obdachlosen dürfen hier wieder wohnen, und jetzt bekommen sie sogar eine Toilette. Das ist eine gute Nachricht! Weil nämlich den Leuten bei der Stadt eingefallen ist, dass auch die Touristen immer mit zusammengeklemmten Beinen aus dem Bus fallen an den Landungsbrücken…Und dann lohnt sich das. Äh, und können dann jetzt auch wieder diese ungemütlichen unsinnigen Felsbrocken unter der Brücke weg? Dann wäre alles wie vorher, nur besser. Mauz.

„Hier sprechen die Neu-Hamburger“, junge zugezogene Menschen und ihre (wenig überraschenden) Eindrücke von der Hansestadt. Tja, das kann man machen. Muss man aber nicht. Oder wie ein Barmann gestern kommentierte: „Hä, ist denen wieder nix eingefallen?“. Pauz!

Geheimnisvoll: Die Geschichte über den Morse-Code an der Fassade der TU Hamburg-Harburg. „Mit weißen Rohren und schwarzen Seilen“ soll man hier den Namen der Uni lesen können. Schade, für so Mors-Banausen wie mich hättet ihr das ruhig mit ein bisschen Schrift im Bild erklären können. So ist das irgendwie für’n Mors.

Meine Lieblingsgeschichte heute: Ein Huckepack-Rennen auf der Trabrennbahn Bahrenfeld, eine „Frauentrage-WM“ mit sieben Teilnehmer-Paaren. Und mit finnischem Hintergrund! Wer trägt mich jetzt ein Stückchen? Eure Mauzipauzi

Die verblasste Lust auf Currywurst

12 Okt

Ein leerer Laden in der Holstenstraße. Hinter dieser Scheibe gibt es schon lange keinen Imbiss mehr. Die Lust ist verblasst. Die Schrift auch.

Mopo 12. Oktober

12 Okt

Spatenstich für Musical-Tempel Nummer vier in Hamburg: Neben dem „König der Löwen“ baut Stage Entertainment noch ein Sing-Zelt für satte 65 Millionen Euro. Wer braucht das denn? Das soll am besten jemand beantworten, der Musicals mag. Pauz!

Gern gelesen habe ich heute das „Moin“ zum Thema „Baby an Bord“und natürlich die Foto-Zeitreise Teil 2, heute u.a. mit Götz George und Sasha. Heißt Sasha denn gar nicht mehr Dick Brave? Davon steht da nichts; wohl aber auf den großen Plakaten an der Stresemannstraße, die sein neues Album für den 14. Oktober ankündigen.

Die heutige Titel-Geschichte über zu viele Vitamine, die auch nicht gesund sind, ist irgendwo hinten versteckt. Ohne Bild, und irgendwie habe ich das alles auch schon mal gelesen. Äh, und warum ist das jetzt heute noch mal die Titel-Geschichte?

„Todesrätsel um den Wallander-Regisseur“: Daniel Lind Lagerlöf ist spurlos verschwunden. Und ich vermisse Informationen, die zur Lösung des Rätsels beitragen. Der 42-Jährige hat einen Wallander-Krimi verfilmt (äh, welchen?), er verschwand letzte Woche (wann denn genau?), und zwar an der schwedischen Westküste (ist da vielleicht eine Stadt in der Nähe?). Und dann lese ich noch, dass an dieser Stelle seit 2008 vier Menschen verschwunden sind. Da wüsste ich doch gern mehr darüber! Morgen? Eure Mauzipauzi

Mopo 11. Oktober

11 Okt

Liebe Mopo, damit habt ihr mir heute wirklich eine Freude gemacht: „Gruselige Fummel, haarige Sünden“ – eine modische Zeitreise mit Promis wie Nena und Christina Plate, 80er-Jahre-Disco-Palme inklusive. Das Foto-Archiv vergisst nie… Mauz!

Die unendliche Geschichte vom Zaun auf St. Pauli ist heute Thema eines Zweispalters. Der beschäftigt sich mit der Frage, woher Bezirksamtschef Schreiber das Geld für die Zaun-Aktion hatte, das wollen CDU und GAL nämlich gern wissen. Und ich frage mich als Stahlzaun-Laie, wie so ein paar Meter Stahlzaun ganze 18.000 Euro kosten können? Hoffentlich kommt jetzt niemand auf die Idee, dass das ein lukratives Geschäft ist…

Peek & Cloppenburg wird 100. Hm, wirklich viel steht im Text leider nicht drin, dabei haben die schöne alte Ansicht der 1. P&C-Filiale am Graskeller und die vergilbte Katalogseite mit Chauffeur-Kleidung (leider ganz schön klein das Foto) mir irgendwie mehr versprochen. Ja, man kann auch mit vielen Worten wenig sagen, zum Beispiel wenn der Jubilar in seinem eigenen Text noch herumfuhrwerken darf… Dann können dabei Sätze herauskommen wie der des P&C-Geschäftsleiters: „Unser typischer Kunde verfügt über eine gewisse finanzielle Kraft“. Pauz!

Und schließlich noch das: „Meine Palme hört mich im Radio“, verrät Bärbel Schäfer auf der letzten Seite. Dazu noch vier Promis (nämlich Nina Ruge, Kai Ebel, H.P. Baxxter und Joy Denalane – wer passt irgendwie nicht in diese Reihe?), die „eine innige Beziehung zu Pflanzen haben“. So steht das da. Und dann kann man noch Ableger von diesen Promi-Pflanzen gewinnen. Wenn das mal keine Trojaner sind… Eure Mauzipauzi

The boss of it all

10 Okt

Ich mus unbedingt noch ein Guck-Highlight der letzten Woche nachreichen: „The boss of it all“, ein dänischer Film mit dem „Adler“ Jens Albinus (Mittwoch abend auf 3sat). Der Film hat sich erst nach einem Update von „Didi der Doppelgänger“ angehört: Schauspieler wird engagiert, um in einer Firma mit sehr merkwürdigen Angestellten den Boss zu spielen. Aber da wusste ich auch noch nicht, dass es sich hierbei um ein Werk von Lars von Trier handelt. (Der hat gerade auch ne Menge Ärger am Hals, aber ich werde das für die Film-Besprechung außen vor lassen.)

Der Film hat mir trotz aller Merkwürdigkeiten und kleinen Längen gut gefallen. Man darf sich auch nicht drausbringen lassen, dass Sarah Lund (Sofie Grabol) mitspielt (aber nicht als Kommissarin), außerdem Anna Pihls Polizei-Kollegin (Iben Hjelje) als Personal-Frau und der nette Griesgram aus dem dänischen Hochzeitsfilm „Den store dag“ als IT-Mensch. Dafür habe ich was über Gambini und den „Schornsteinfeger in der Stadt ohne Schornsteine“ gelernt. Der gespielte Wahnsinn im Büro ist ganz dicht dran am echten Wahnsinn im Büro.

Wikipedia kann noch einiges mehr erzählen, aber das liest man vielleicht NACH dem Film, sonst weiß man schon die ganze Geschichte. Dort habe ich erfahren, dass der Film wohl nur mittelmäßig bis gar nicht besonders erfolgreich war und sich die meisten Kritiker an der Kameraführung und Schnittechnik aufgerieben haben (Dogma, verwackelte Bilder usw., gut, das war 2006 dann auch nicht mehr brandneu). Dennoch finde ich: Der Film ist unbedingt sehenswert, allein schon wegen dem ganzen Rumgeschnauze auf isländisch. Mehr verrate ich nicht.

Zu gern hätte ich hier ein Link zum Film plaziert; aber in der Mediathek von 3sat findet man „The boss of it all“ leider nicht. Einmal eingekauft läuft er früher oder später sicher im ZDF… Augen offen halten für den Boss.

Neues von vor dem Haus II

10 Okt

Kleines Update: Vor dem Haus hat jemand die einzelnen Blumen-Sofa-Teile wieder zusammengepuzzelt und den hübschhässlichen gelben Teppich ausgerollt. Da liegt er wie ein großer Badvorleger, völlig aufgeweicht vom Hamburger Regen. Schlau… Jetzt sieht man auch, dass jemand mit einem sehr großen Mund ein Stück vom Teppich rausgebissen hat. Nicht nur ich bin fasziniert von diesem Möbel-Wahnsinn. Meine Liebligsnachbarin hat soeben ein Foto bei Facebook reingestellt.

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