Archiv | April, 2012

Jackenkasper

30 Apr

So ging es heute den ganzen Tag: Jacke an (vor dem Sport), Jacke aus (Sportsachen an), Jacke wieder an (nach dem Sport), war aber ganz schön warm in der Sonne, also Jacke wieder aus, auf dem Fahrrad war es aber noch frisch (Jacke an), auf der Bank in der Sonne warm (Jacke aus), und als sie dann wieder weg war, musste die Jacke wieder an.

Während ich mich langsam gefühlt habe wie ein Jackenkasper, habe ich bemerkt, dass andere Menschen das Jackenthema wesentlich pragmatischer angehen. Entweder sie haben eine schön dicke Lederjacke an und ziehen die stur gar nicht aus. Oder sie haben einfach nur ein T-Shirt an, schon gar keine Jacke dabei, aber auf jeden Fall eine Sonnenbrille auf der Nase.

Passende Ohrringe für wechselwarme Menschen wie mich habe ich bei Topshop entdeckt für schlappe sieben Euro. Sehen  ein bisschen nach Geschenk vom Klempner aus, aber haben eindeutig mehr Stil als ein Einhebelmischer.

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Balkontheater

26 Apr


Auf das schwarze Brett im Hauseingang hat es ein Flyer geschafft, der verkündet fröhlich: „Altona macht auf!“ Das ist insofern bemerkenswert, weil hier sonst nur ein Zettel vom Hausmeister-Team hängt und die Nummer vom Schlüsselnotdienst. Ein haus- und fachfremder Aushang, noch dazu in 4C, das ist allein schon eine Premiere.

Darum geht’s: Zur Altonale sind dieses Jahr die Bewohner unseres Stadtteils eingeladen, mithilfe von theaterlich erfahrenen Coaches ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, um dann im Juni auf ihrem eigenen Balkon aufzutreten.

Dann können die Hamburger also mal im wahrsten Sinn des Wortes aus sich herausgehen! Grünpflanzen, Balkonkästen und Draußentische und -stühle müssen wohl Platz machen für das aktuelle Bühnenbild. Die Balkon-Schauspieler können ihre eigenen Spielpläne erstellen und sich in ihrer Küche eine ordentliche Theaterkantine einrichten. Der Spiegel im Bad wird rundum mit kleinen Glühbirnen verschönert und unterm Arm trägt man dann lässig sein Textbuch mit all den Texten, die noch dringend gelernt werden müssen. Wer ganz cool ist, improvisiert einfach auf dem Balkon (oder ist das jetzt nur ein zu laut gewordenes Telefonat mit der Mutti?).

Bleibt nur noch die Frage: Was machen all die armen balkonlosen Altonesen? Kann ich dann wenigstens noch Souffleuse oder Kartenabreißerin werden? Oder soll ich noch schnell einen Klappbalkon erfinden, den man einfach ans Haus dranschnallen kann?

Katze an H&M

17 Apr

(Schönen Gruß von meiner Katze an die Damen und Herren von H&M)
Bitte das nächste Mal die Postwurfsendung nicht in Plastik einschweißen, das ist vom Liegegefühl her nur suboptimal, wenn ich mein Sunbed auf dem Küchentisch aufschlage. Herr Budnikowsky schweißt auch nix ein, und der kennt das Hamburger Wetter seit über 100 Jahren. Mauz.

Nichts für Farbenblinde

17 Apr

Welche Farbe hättens gern?
Kreative Farb-Akkorde zur täglichen Inspiration für Anfänger und Fortgeschrittene gibt es auf Colournote mit so schönen Titeln wie „Mango“, „Spring Gardening“ oder „Sunday Coffee“. Anschauen!
Und welche Farbe hat ein Katzenkuss?

Heckverliebt

17 Apr

Während ich heute so an der Elbe herumfuhr, also besser gesagt auf dem Heimweg auf der Osdorfer Landstraße, da musste ich mich spontan am Lenkrad festhalten, als ein unglaublich großer, heckbeflosster frühlingsblaumetallicfarbener Straßenkreuzer vor mir einbog. Kirschblütenzweige, Einkaufszettel, jedwede anderen Gedanken waren auf einmal weg, weil ich wie gebannt das schöne Hinterteil des Ami-Schlittens inklusive kreisrunder Rücklichter ansehen musste. Diagnose: Spontane Heckverliebung!

Leider bin ich nicht so gut darin, bestimmte Automarken geschweigedenn -Typen zu erkennen. Dafür bin ich gut darin, mir zwar unbekannte aber ungewöhnlich gutaussehende Autos gut zu finden. Netterweise haben sie heute hintendraufgeschrieben, dass er Galaxie heißt, so dass ich nun herausfinden konnte, dass es sich bei diesem tollen Typen um den 1961 Ford Galaxie Starliner handelt. Ein Traum von einem Auto! Außer beim tanken fürchte ich…

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