Archiv | Mai, 2012

Baku, Best of

27 Mai

Da habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich gewartet habe, dass der Eurovision Song Contest losgeht, und dann kam das „Wort zum Sonntag“ aus Baku mit Nora Steen. Die ARD scheut also weder Kosten noch Mühen, die wohl jüngste/ hipste/ ESC-tauglichste Pfarrerin vor Ort zu haben, um sich die einmalige Chance, auch mal eine junge Zielgruppe zu erreichen, nicht entgehen zu lassen. Richtig zugehört habe ich nicht, denn ich musste die ganze Zeit überlegen, warum die gute Frau so die Augen aufreißt. ESC-Koriphäe Peter Urban hat mir dann im Anschluss verraten, dass in der Hauptstadt von Aserbaidschan schon kurz nach Mitternacht ist. Ach so, deshalb! Da hat Frau Steen wohl viele kleine Kaffeetassen leergetrunken bis zu ihrem Auftritt.

Die Katze hat sich noch angehört, dass es nur sieben Monate gedauert hat, bis die Crystal Hall fertiggebaut war von sehr fleißigen Bayern. Vielleicht will sich die Stadt Hamburg mal überlegen, ob man die noch für die Elbphilharmonie buchen kann? Bei der überladenen Anfangs-Show mit Feuer, Trommeln, Schleiern und Kasatschok hat sich die Mieze getrollt und ist erst wieder pünktlich zu Roman Lob angetapst gekommen, um ihm alle vier Pfoten zu drücken. Gewonnen hat die Schwedin Loreen mit „Euphoria“. Und Peter Urban wusste auch, warum: 16 der 42 angetretenen ESC-Songs stammen aus schwedischer Feder. Die haben es drauf, die Schweden!

Fragen des Abends: Seit wann sieht Engelbert aus wie Johnny Cash? Wer hat Thomas D in das Kermit-Kostüm gesteckt? Warum kriege ich Gänsehaut, wenn Judith Rakers herumschreit? Fahre ich dann nächstes Jahr zum Globen nach Stockholm?

Warum kommen Sie nicht runter?

26 Mai

Blauer Himmel, der goldene Rapunzel-Vlies strahlte in der Sonne und zwei Boxen verschafften den Vorlesern Gehör bis in die benachbarte Eisdiele: Lesung in der Altonaer Großen Bergstraße gestern bei Altona macht auf. Erst gab es Hörspiele mit Stockflecken, dann habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit aus einem Pixi-Buch vorgelesen bekommen, in dem viele Tiere Zug fahren. Und schließlich hat Saliya Kahawatte seine bewegende Lebensgeschichte erzählt. Hut ab! Für ein lustiges Intermezzo sorgte eine Frau, die sich vor dem Lese-Fenster aufgebaut und herumgeplärrt hat: „Warum kommen Sie denn nicht runter? Jetzt kommen Sie doch runter!!! Ich war eben in der Apotheke, und ich konnte nur die Hälfte verstehen!“

Nothing else metals

23 Mai

Die Leute, die sich Nagellack-Farben ausdenken müssen, haben es glaube ich sehr schwer. Ich stelle mir jemanden vor, der sich jede Stunde den kleinen Finger in einer anderen Farbe lackieren muss, sehr viel Cola light trinkt und rot, rot, rot oder silber, silber, hmmmm, silber vor sich hin murmelt. Wenn einem so gar nichts einfallen will, dann müssen Filme oder Songs als Inspiration herhalten. Wenn den Farbengott dann ein Geistesblitz durchzuckt, wird die Idee sogleich gegoogelt. Der Triumph: „No place like chrome – das gibt’s noch nicht!“ Wird sofort genommen… Am Fingernagel bekommt der Begriff Cover noch mal eine ganz neue Bedeutung. Der Farbengott hat seine Mission erfüllt. Nothing else metals…

Hinter Gittern

23 Mai

Nette Idee der Grazia-Redaktion. Aber die Zeile…
Wer will bitte im Zoo wohnen?

Wer Streifen liebt…

21 Mai

…der ist richtig beim Fernsehtipp mit drei Streifen: Heute abend wird Adidas/ Adi Dassler/ Herzogenaurach im Markencheck (ARD, 20.15 Uhr) ordentlich unter die Lupe genommen.

Diese bunten Frottee-Sohlen habe ich gestern in einem Paar Sommerschuhe entdeckt. Die muss mir jemand aufgeschwatzt haben, denn erstens mag ich nicht noch einen Zentimeter größer sein und ich fürchte, das wird dann noch wärmer im Schuh… Karos oder Punkte wären eh schöner!

Drag & Drogba

20 Mai

Kein Silbertopf mit Henkeln auf dem Nachttisch beim Aufwachen, das Kissen nass vor Fußball-Tränen. Diesen Sonntag haben sich die Bayern bestimmt anders vorgestellt…

Das verlorene Champions-League-Finale hat der Kommentator Fuss auf den Punkt gebracht: „Fußball ist nicht logisch. Fußball ist grausam.“ Die Chelsea-Taktik: Drag & Drogba. Eine einzige Ecke in der regulären Spielzeit, und Drogba schießt die Londoner in die Verlängerung. Schweinsteigers verschossener Elfer macht das „Finale dahoam“ zum wahrgewordenen „Alptraum dahaom“.

Wenn selbst der Hamburger Tankwart heute unaufgefordert eine Spielanalyse abgibt, mir was von Über-Ich und Trainer erklärt, dann haben die Bayern wirklich das ganze Mitgefühl von Fußball-Deutschland.

I am Sher-locked

18 Mai

Besser kann man es nicht sagen!
Endlich ist Mr. Holmes zurück…

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