Tag Archives: Eis

Mei, Spatzl…

16 Feb

Vor kurzem habe ich interessiert verfolgt, dass der neue Dietl-Film „Zettl“ zwar in Berlin spielt, aber in München Premiere hat. Aha. Das hat mich wirklich neugierig gemacht. Eine Fortsetzung von Kir Royal soll der Film sein, also ein bisserl jedenfalls, aber irgendwie auch nicht.

Wenn also Senta Berger mitspielt, das spricht auf jeden Fall dafür. Wenn Bully Herbig mitspielt, spricht das leider dagegen. Tagelang habe ich mit mir gerungen, ob ich denn nun reingehen soll oder nicht. Das hat mich dann auch zeitweise davon abgelenkt, dass mein Gedanken nur noch um Schnee und Eis und eingefrorene Schlösser gekreist haben. Doch dann haben mir zwei Filmschauer unabhängig voneinander abgeraten, und „Zettl“ war vom Tisch. Übrig geblieben ist die wichtige Erkenntnis, dass ich dringend einen neuen Zettel-Block kaufen muss. Und ich hatte auf einmal total Bock auf ein paar Folgen „Monaco Franze“. Mei, Spatzl…

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Mopo 29. September

29 Sep

Liebe Mopo. Seit Tagen das Aufregerthema Nummer eins: Der Stahlzaun gegen Obdachlose auf St. Pauli. Da hat Bezirksamtschef Schreiber einen ordentlichen Streit vom Zaun gebrochen… In der Bürgerschaft ging es gestern hoch her zum Thema Zaun. Live & turbulent aus der Bürgerschaft, diesen Text habe ich gern gelesen, und vor allem natürlich die gute Nachricht, dass der Zaun weg kann. Also doch!

Mopo-Test auf der Straße: Wie ehrlich sind die Hamburger? Wenn ein junges Mädchen das Portemonnaie verliert, geben 71 von 75 Passanten es der blonden Deern zurück. Das ist ja eine gute Quote! Wie lange dauert es eigentlich, wenn man 75 mal absichtlich unabsichtlich den Geldbeutel verliert?

Verstärkung aus dem hohen Norden für die Hamburger Polizei: 12 Polizisten aus Estland, Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden haben bei einer Lkw-Kontrolle mitgemacht. Das ist den Lkw-Fahrern vielleicht egal, gibt aber schöne Fotos mit “Politsei”-Mütze und “Polis”-Weste. Sieht aus wie ein Schweden-Krimi mitten in Hamburg… Und ist vielleicht auch ein bisschen wie Schüleraustausch für Erwachsene.

Unvermeidlich und von mir heiß ersehnt: die Wettergeschichte. Der “Doch-Noch-Sommer” bringt alle auf Touren: Eis-Rührer, Beachclub-Chefs und den Laubfänger im Freibad. Der Eisdielen-Besitzer verrät, dass an einem sonnigen Tag 20 mal mehr Leute Eis essen wollen. Ich bin dabei! Eure Mauzipauzi

Sonntag mit Fisch im Keller

11 Sep

Also wenn schon mal „Tag des offenen Denkmals“ ist, dann kann man ja auch hingehen, habe ich mir heute gedacht. So ist es passiert, dass ich das schöne Wetter mit einem kleinen Rad-Ausflug zum „Eiskeller“ in der Lessers Passage in Altona verbinden konnte. Dieser denkmalgeschützte Keller ist versteckt hinter einem Torbogen, und normalerweise nämlich nicht geöffnet.

Bevor ich die schummerige Treppe hinabgestiegen bin, habe ich mir genau die gelangweilten Gesichter der heraufstapfenden Kinder angesehen, und meine Erwartungen noch mal ein ganzes Stück nach unten geschraubt. Unten hat mich dann ein sehr sehr großer Kellerraum erwartet mit großen Leuchtern und ganz ganz vielen Backsteinen (Foto links). Dabei habe ich mich gewundert, dass selbst so wenige Besucher, wie da waren, mir so oft ins Bild laufen können. Und (das wusste ich allerdings schon vorher), dass die Bilder ohne Blitz viel stimmungsvoller werden, aber leider auch sehr unscharf, weil glaube ich kein Mensch drei Sekunden lang die Hand ganz still halten kann.

An diesen großen Haupt-Keller schließt sich rechter Hand ein kleinerer Keller an, der immerhin mit einem Tisch möbliert war und zwei gar nicht so schönen Engelchen- und Teufelchenfiguren auf herzförmigen Steinen. Ein Foto davon habe ich natürlich auch gemacht, aber dann bei mir selbst nicht durchgekriegt.

Das Highlight waren dann tatsächlich die Erklär-Tafeln, die jemand im Durchgang vor der Toilette aufgehängt hat, und die mir ein bisschen was zur Geschichte des Eiskeller erklärt haben. Ursprünglich gehörte dieser große Keller zu einem Stadttheater, und es wurde dort Eis gelagert. 1936 wurde der Keller dann zum Luftschutzraum, und nach dem Krieg wurde er vergessen. Wie auch immer man einen so großen Keller vergessen kann. In den 90er Jahren dann hat sich jemand an ihn erinnert, er wurde saniert und kann nun für Veranstaltungen gemietet werden (aber dann hat man auch immer diese merkwürdigen Engel- und Teufelfiguren dabei, das muss man sich vorher überlegen).

Der dritte Kellerraum beherbergt eine kleine Bar, und wirkt dadurch ein bisschen heimeliger als die anderen Kellerräume. Heute gab es dort Fischbrötchen von einem Mann, der hat gerade drei Häuser weiter nämlich einen Fisch-Feinkostladen aufgemacht. Ich bin dann glaube ich so ähnlich wie die drei Kinder vorher irgendwie ein bisschen enttäuscht nach oben gestapft, und plötzlich hatte ich Lust auf ein Eis, weil bei „Eiskeller“ muss man ja eh die ganze Zeit an Eis denken. Und ich hatte Lust, mal wieder in meinen Keller zu schauen, ob da wohl noch die eine Tunika, die ich schon aussortiert hatte, aber wäre doch ein Glück wenn ich… Und da war sie! Da war der Eiskeller ja doch für was gut.

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