Tag Archives: Entführung

Mopo 7. September

7 Sep

Liebe Mopo. Er ist nicht nur “Hamburgs übelster Spenden-Gauner”, sondern er gibt auch eine schlechte Figur ab auf dem Mopo-Titel: Mit buntem Gewand, gelber Mütze, Clown-Nase und einem dicken schwazen Balken über den Augen. Das gehört eindeutig in die Kategorie schlimmes Titel-Foto. Vielleicht sollte ich mal eine Sammlung anfangen mit dem Arbeitstitel „Wenn schon in der Zeitung, dann lieber nicht mit diesem Foto“…

Gern gelesen habe ich das “Moin” über die Alphatiere in ihren SUVs auf der Straße, die vom Redakteur gesagt bekommen: “Ihr seid böse!” Mauz.

In Barmbek ist ein Bauarbeiter ganz wörtlich auf die Barrikaden gegangen, nämlich auf einen Kran, um seinen noch ausstehenden Lohn einzufordern. Das ist wohl effektiver gewesen als ein Brief… Aber hat einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei zur Folge gehabt.

Zum Taxi-Fahrer, der eine junge Frau entführt hat, gibt es heute eine Nachdrehe mit vier Frauenstimmen. Alle vier haben keine Angst mit dem Taxi zu fahren, sind eben vorsichtig und “schauen genau hin”. Im Mopo-Barometer beantworten die Angstfrage allerdings 33 Prozent mit Ja. Wo sind also die Angsthasen abgeblieben?

Das finde ich gut: Eine Meldung erklärt mir, warum man in den Bezirksämtern zurzeit länger warten muss, nämlich wegen “der Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels”. Bloß was ist das? Steht da gar nicht, dabei klingt das ganz spannend. Pauz. Eure Mauzipauzi

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„Es kommt alles gut“

16 Aug

Der Schweizer Tatort vom vergangenen Sonntag muss unbedingt noch eine Kritik bekommen. Das war nämlich „Wunschdenken“ (so der Titel) erster Kajüte. Ich war auf einiges gefasst. Nämlich sprachlich (wie viel Schweizerdeutsch muten sie den Zusehern zu?), fachlich (was für Schurken treiben sich diesmal in der heilen Bergwelt herum?) und kommissartechnisch (nachdem ich gelesen hatte, dass dieser Tatort von einer CSI-Schauspielerin geziert wird).

Die Story: So durchsichtig wie die großen Glasfronten an der Villa des entführten Politikers. Weil die Idee einer selbstinszenierten Entführung nämlich vor einer Woche schon im ZDF bei den dänischen Kollegen „Protectors“ gelaufen ist, war das schnell zusammengereimt. So blass die besorgte Ehefrau rüberkam, so überzeichnet waren die Schurken: schmuddelige Hausfrau, großer gefährlicher Muskelprotz. Gut gefallen haben mir die schweizerischen Ausdrücke wie „Es kommt alles gut“.  Nicht entscheiden konnte ich mich aber in punkto CSI-Schauspielerin Sofia Milos: Finde ich ihren Simone-Thomalla-Look mit stillgelegter Mimik am schlimmsten, die unvermeidlichen Bettszenen mit Kommissar Flückiger oder doch die merkwürdige Synchronisation?

Hängengeblieben ist mir folgendes: In Luzern immer die Fenster zu machen, wenn man geht (wegen der Tauben). Wenn man fremde Autos besprüht, immer die Farbdosen verschwinden lassen. Und zwei Millionen Franken im Koffer sehen immer nach weniger aus.

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