Tag Archives: Fenster

Treue Fliege

5 Sep

Diese Fliege ist eine treue Seele. Freitag hat sie es sich am Fenster in der Küche bequem gemacht, und seitdem hat sie ihren neuen Lieblingsplatz nicht mehr verlassen. Ist ja auch schön, so über den Dächern von Altona, mit ein bisschen Familienanschluss und die Sonnenseite ist es auch noch. Da kann auch die Katze mit ihren flinken Tatzen nichts ausrichten, wenn die Fliege es sich in den Kopf gesetzt hat, zu bleiben. Heute ist Montag… Wenn sie morgen immer noch da ist, bekommt sie einen Namen.

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Regenfragen

31 Aug

Oje, was für ein Regentag. Die Mopo: langweilig (das gibt keine Kritik her, nicht mal eine kurze). Der neue Ikea-Katalog: super-langweilig (schon wieder Geld gespart). Selbst die Katze ist in eine Regen-Tristesse mit Zugfahrerblick verfallen. Was kann da noch kommen?
Wie wäre es zum Beispiel mit der Verfilmung der Affäre von Boetticher („Es war, schluchz, Liebe“) mit Bjarne Mädel in der Hauptrolle? Wann wird eigentlich der Preis für das am schönsten dekorierte Erdgeschoss-Fenster vergeben? Und haben eigentlich Fensterputzer frei, wenn es regnet?

„Es kommt alles gut“

16 Aug

Der Schweizer Tatort vom vergangenen Sonntag muss unbedingt noch eine Kritik bekommen. Das war nämlich „Wunschdenken“ (so der Titel) erster Kajüte. Ich war auf einiges gefasst. Nämlich sprachlich (wie viel Schweizerdeutsch muten sie den Zusehern zu?), fachlich (was für Schurken treiben sich diesmal in der heilen Bergwelt herum?) und kommissartechnisch (nachdem ich gelesen hatte, dass dieser Tatort von einer CSI-Schauspielerin geziert wird).

Die Story: So durchsichtig wie die großen Glasfronten an der Villa des entführten Politikers. Weil die Idee einer selbstinszenierten Entführung nämlich vor einer Woche schon im ZDF bei den dänischen Kollegen „Protectors“ gelaufen ist, war das schnell zusammengereimt. So blass die besorgte Ehefrau rüberkam, so überzeichnet waren die Schurken: schmuddelige Hausfrau, großer gefährlicher Muskelprotz. Gut gefallen haben mir die schweizerischen Ausdrücke wie „Es kommt alles gut“.  Nicht entscheiden konnte ich mich aber in punkto CSI-Schauspielerin Sofia Milos: Finde ich ihren Simone-Thomalla-Look mit stillgelegter Mimik am schlimmsten, die unvermeidlichen Bettszenen mit Kommissar Flückiger oder doch die merkwürdige Synchronisation?

Hängengeblieben ist mir folgendes: In Luzern immer die Fenster zu machen, wenn man geht (wegen der Tauben). Wenn man fremde Autos besprüht, immer die Farbdosen verschwinden lassen. Und zwei Millionen Franken im Koffer sehen immer nach weniger aus.

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