Tag Archives: Herbst

Grrrippe

9 Okt

Grrr! Gleich die ersten Ausläufer der  Hamburger-Herbst-Grippe haben mich flachgelegt, aber so was von, dass ich nicht das kleinste bisschen gebloggt habe. Wenn einem schon das Mopo lesen zu anstrengend ist, dann…

Deshalb ist auch schnell zusammengefasst, was ich von dieser Woche mitbekommen habe:
Rolf Seelmann-Eggebert hat einen Preis bekommen für seine adelige Berichterstattung (Preisverleihung auf dem kaputten RTL, ohne mich, schluchz). Der Papst ist weg. Kürbissuppe essen, wenn man nichts schmeckt, macht auch keinen Sinn. Krimis zum zweiten Mal lesen hingegen schon! Nur habe ich mich gefragt, warum man bei manchen sofort wieder weiß, wer es war, obwohl der Schädel brummt. Ich erkenne blind die feinen Unterschiede zwischen Erkältungs- und Bronchialtee. Und schließlich habe ich herausgefunden, was die Katze macht, wenn sie mich im fiebrigen Dämmerschlaf vermutet: Sie springt in die Palme, wickelt sich um deren Stamm und schmiegt ihren weißen Bauch an die Blumenerde. Ach ja, irgendwie habe ich auch aufgehört zu rauchen. Das ging ganz leicht, weil ich es gar nicht vorhatte. Dafür habe ich Gefallen an so englischen Zombiefilmen gefunden.

Mopo 22. September

22 Sep

Liebe Mopo. Heute gibt es also den Nachklapp zur Marihuana-Studie von gestern. Ich lese und staune: “Cannabis ist mitten in der Gesellschaft angekommen”. Hä, war es das nicht schon längst? Mir ist jedenfalls ganz schwummerig vom grellgrünen Hanfblatt mit rotem Hintergrund und gelber Schrift dazu vorne auf der Zeitung.

Auf der VIP-Seite lerne ich “Warum die Promis sich auf den Herbst freuen”. Aber auch hier keine großen Überraschungen: Weil Susan Atwell & Co. verregnete Tage lieben und gern allein an der Alster spazieren gehen. Ich lese das irgendwie jeden Tag; nur glauben kann ich es nicht. Pauz!

Damit keine Obdachlosen mehr unter der Brücke an der Helgoländer Allee schlafen können, hat Bezirksamtsleiter Schreiber einen sehr unschönen Stahlzaun errichtet, der umgrenzt die dort bereits ausgelegten Wackersteine. Das klingt wie ein böses Märchen, ist aber leider wahr und kostet insgesamt 118.000 Euro. Der Mopo-Artikel und der Kommentar dazu sind auf den Punkt! Eure Mauzipauzi

Mopo 1. September

1 Sep

Liebe Mopo. “Unser Vermieter hat uns eingemauert” lese ich auf dem Titel. Wow! Da können alle, die nur ein Gerüst vor dem Fenster oder laute Bauarbeiter nebenan haben, wohl mal ganz still sein. Innen lese ich dann jedoch, dass sich besagte Familie “wie eingemauert fühlt”, weil sie nämlich mit hohen Regalen voller Baumaterialien zugestellt werden. Das ist aber schon was anderes als eingemauert zu sein, oder? Man könnte auch sagen: eine Mogelpackung, diese Mauer. Pauz!

Wenn auch sonst die Frage des Mopo-Barometers nicht immer meinen Geschmack trifft – heute schon: Haben Sie die Heizung schon angestellt? beantworten 28% mit Ja. Und ich antworte mit kalten Fingern mit einem Nein und freue mich über die schöne Zeile “Fohlen Freddy ist nicht zu halten”, ein schwarz-weißes wildes Fohlen mit vielen Punkten, mauz.

Gern gelesen habe ich die Park-Beratung für junge und nicht mehr so junge Mütter. Wenn die keine Zeit haben, in eine Sprechstunde zu kommen, dann dreht die Therapeutin ein paar Runden mit ihnen und dem Kinderwagen durch den Park. Gute Idee!

Und schließlich zeigen ein paar Hamburger ihre Pullover und Jacken her in “Wir tragen schon den Herbst”, und sehen dabei mäßig begeistert aus. Und Lebkuchen gibt es schon im Supermarkt? Das muss ich unbedingt recherchieren. Eure Mauzipauzi

Timing

19 Jul

Ich warte auf die Rückkehr des Sommers. Und das schon eine ganze Weile. Und was passiert stattdessen? Heute flattert mir ein H&M-Herbst-Katalog ins Haus. Ich sitze im schwachen Juliabend-Sonnenschein auf dem Sofa und blättere durch flache Stiefel, Stiefel mit Absatz, halbe Stiefel und Schnürstiefel. Durch Ponchos, Schluppenpullover in grau, braun und gelb und Kleider mit langen Ärmeln. Ich lese von Gemütlichkeit und kuscheligen Materialien, und warte auf einen Satz mit Kerzenlicht. Nur der Funke, der will nicht so recht überspringen.

Liebe Katalog-Macher. Das schreib ich nur, damit ihr mal wisst, wie das bei mir ankommt. Nämlich gar nicht. Ich gehöre zu den Menschen, die sich nicht am Abend vorher die Kleider für den nächsten Tag rauslegen lassen. Ich lebe im Hier und Jetzt, und im Juli verschwende ich nicht auch nur einen Gedanken an Kaminfeuer und Schneeflocken! Ich stelle mir vor, wie die Layouter in der Mitternachtssonne irgendwo in einem Stockholmer Glasbüro all diese herbstlichen Bilder in einen Werbeschinken pressen. Und das alles nur, damit der Katalog zu früh kommt. So wie Gäste, die eine halbe Stunde zu früh auf der Matte stehen. Ich sage nur Timing ist das halbe Leben.

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