Tag Archives: Jens Albinus

The boss of it all

10 Okt

Ich mus unbedingt noch ein Guck-Highlight der letzten Woche nachreichen: „The boss of it all“, ein dänischer Film mit dem „Adler“ Jens Albinus (Mittwoch abend auf 3sat). Der Film hat sich erst nach einem Update von „Didi der Doppelgänger“ angehört: Schauspieler wird engagiert, um in einer Firma mit sehr merkwürdigen Angestellten den Boss zu spielen. Aber da wusste ich auch noch nicht, dass es sich hierbei um ein Werk von Lars von Trier handelt. (Der hat gerade auch ne Menge Ärger am Hals, aber ich werde das für die Film-Besprechung außen vor lassen.)

Der Film hat mir trotz aller Merkwürdigkeiten und kleinen Längen gut gefallen. Man darf sich auch nicht drausbringen lassen, dass Sarah Lund (Sofie Grabol) mitspielt (aber nicht als Kommissarin), außerdem Anna Pihls Polizei-Kollegin (Iben Hjelje) als Personal-Frau und der nette Griesgram aus dem dänischen Hochzeitsfilm „Den store dag“ als IT-Mensch. Dafür habe ich was über Gambini und den „Schornsteinfeger in der Stadt ohne Schornsteine“ gelernt. Der gespielte Wahnsinn im Büro ist ganz dicht dran am echten Wahnsinn im Büro.

Wikipedia kann noch einiges mehr erzählen, aber das liest man vielleicht NACH dem Film, sonst weiß man schon die ganze Geschichte. Dort habe ich erfahren, dass der Film wohl nur mittelmäßig bis gar nicht besonders erfolgreich war und sich die meisten Kritiker an der Kameraführung und Schnittechnik aufgerieben haben (Dogma, verwackelte Bilder usw., gut, das war 2006 dann auch nicht mehr brandneu). Dennoch finde ich: Der Film ist unbedingt sehenswert, allein schon wegen dem ganzen Rumgeschnauze auf isländisch. Mehr verrate ich nicht.

Zu gern hätte ich hier ein Link zum Film plaziert; aber in der Mediathek von 3sat findet man „The boss of it all“ leider nicht. Einmal eingekauft läuft er früher oder später sicher im ZDF… Augen offen halten für den Boss.

Sonntag mit DIY-Dänisch

4 Sep

Sonntag, heute bist du ein Däne, und das liegt nicht nur am nicht-vorhergesagten Sonnenschein. Nein, ich habe es mir mit einem Stapel mitgebrachter dänischer Zeitschriften gemütlich gemacht, und während ich die „lese“, kann ich wunderbar abschalten. Denn das lesen beschränkt sich auf Bilder gucken und Buchstaben-Rätsel raten. Bei der dritten Ausgabe beginne ich mich zu fragen, warum eigentlich mein Dänisch so schlecht ist; und warum man obwohl das gelesen alles so plausibel aussieht, man so wenig damit anfangen kann. Immerhin kann ich mir vorstellen, was „Laeserbreve“ sind, und auch „Herrebukserne“ sind fotomäßig schlüssig für mich aufbereitet. Ein bisschen schade ist es um das Porträt von Lars Mikkelsen (ja genau, der Bruder von Mads, bekannt aus „Kommissarin Lund“). Dem sein „fadere“ war „bankmand“, das ist ja einfach, aber die „moderen“ eine „sygehjoelper“, da komm ich schon beim Vorspann ins Grübeln! Also was helfendes, soziales vielleicht? In Leo könnte man bestimmt nachschauen, aber das würde das ganze Dänische-Zeitschriften-Blättern und Wörter zusammenfantasieren eindeutig entzaubern. Habe mich schon dagegen entschieden, das hier macht eindeutig mehr Spaß!

In der nächsten Ausgabe verstehe ich immerhin schon „Den lille sorte“ als kleines Schwarzes, „Siddende meditation“ ist mit dem Lotussitz bebildert  und „irritiret hud“ verlangt nach hochpreisigen Tübchen. Mein Dänisch wird immer besser, stelle ich fest, und lese mich durch „miks og match“ und „Alle kvinder elsker sko“ (was vereinfacht wird durch ein Regal, vollgestellt mit Schuhen). Ich bleibe dran! Ungefähr acht Ausgaben liegen noch auf dem dänischen Stapel, und bis zum nächsten Sommer werde ich noch ein bisschen Dänisch nachlegen. Damit ich dann vielleicht auch das Porträt über die „Skuespiller“ Marina Bouras verstehe, die in „Der Adler“ mitgespielt hat, und siehe da, sie ist nämlich auch „Instruktor“, „Psykoterapeut“ und „gift med Jens Albinus“, der da die Hauptrolle in „Der Adler“ spielt. Ich habe noch den ganzen Sonntag Zeit, mir ein paar Übersetzungsmöglichkeiten für „gift“ zu überlegen…

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