Tag Archives: Kühlschrank

Max und Moritz 2.0

4 Nov

Gestern waren meine sonntäglichen Augen gespannt auf den neuen Tatort aus Erfurt gerichtet. Ich habe versucht mich zu erinnern, wann ich überhaupt das letzte (und einzige Mal) dort war und ob ich mich an irgendein Fachwerkhaus oder Brückchen erinnern würde. Immerhin ein Anreiz, wenn meine Erwartungen ansonsten eher im unteren Mittelfeld angesiedelt waren.

Der Auftakt: rasant, mit einer Parcours-Verfolgungsjagd, das war – rückblickend – noch das beste am ganzen Krimi. Die zwei Ermittler, Max und Moritz, immer auf Trab aber irgendwie gar nicht richtig bei der Sache. Jackett trifft Feinripp-Longsleeve, die Vorgesetzte muss Klapperschuhe tragen und streng dreinschauen und die Praktikantin ist ein wandelnder Brockhaus mit Heuschnupfen.

Überraschung 1: Der Verdächtige mit Schuss in den Oberschenkel kann zwischendurch wieder ganz normal durch die Gegend joggen. Überraschung 2: Statt Kaffee gibts einen Kühlschrank voll Red Bull. Überraschung 3: Es ist Erfurt, und hier spricht keiner mit Akzent. Außer die Spurensicherung.

Durch die nicht enden wollende Aneinanderreihung von Klischees und Klischees und wir sind hier alle so cool  kam mir alles wie fünf Stunden lang vor und ich bin erst wieder mental aufgewacht, als der Kommissar ne Ohrfeige bekommen hat. Danke dafür, auf jeden Fall. Der Rest kann wieder zurück in den Kühlschrank…

Baggerschlaf

19 Aug

An so einem heißen Tag wie heute fahre ich schattenparkermäßig um kurz vor neun zum Sport. Auf dem Weg dorthin habe ich zwei Bagger gesehen, die waren noch am Schlafen in ihrem Doppelbett aus Schutt. Das sah nach trauter Zweisamkeit aus, ich habe schnell das Foto gemacht und sie weiterschlafen lassen. Wovon die wohl träumen? Von schönen großen Baggerschaufeln oder widerspenstigen Backsteinwänden? Ich habe auch gleich noch die einzige mir bekannte Klosterfrau-Melissengeist-Leuchtreklame fotografiert, die genau gegenüber von den Baggern wohnt. Sonst war gar nix los in der Straße. Nicht mal einem Hundehaufen bin ich begegnet. Nur das lettische Auto, das schon seit fünfzig Monaten da parkt, das hatte einen bösen gelben Abschleppzettel dran.

Gut, dass ich nach getanem Sport in der Umkleide eine Freiwillige gefunden habe, die mir den Rücken eincremt, den auf meiner Lieblingswiese war heute auch schon Nebensaison, und ich hätte nur den total verbrutzelten G-String oder den Flascheneinsammler mit der Vespa fragen können. Wo sind bloß die ganzen Leute, habe ich mich gefragt. Fahren die alle beim Radrennen mit? Oder sind die noch fertig von dem Schiffs-Spektakel gestern im Hafen? Oder sind sie vorübergehend in ihrem Kühlschrank eingezogen?

Meine nächste Station: Eine befreundete Terrasse mit großem Sonnenschirm, mit Spaghetti-Eis und rotem Kater. Freundlicherweise habe ich auch noch ein kaltes Fußbad bekommen, eine Analyse von der Krömer-Show gestern (da schluf ich schon) und Lesefutter. Dankeschön! Mein Dank gilt heute außerdem natürlich dem Konstrukteur des Fahrradkorbes, weil da die Sporttasche hochkant reinpasst, daneben noch die Draußen-Tasche und die zwei Bücher locker auch noch. So habe ich die Arme frei, den Kopf frei, das Sonnenkonto aufgetankt und bin startklar für die neue Woche.

Und was macht die Katze, wenn es so heiß ist? Begrüßt mich langgestreckt im Flur, hat in ihrem Wassernapf herumgeplanscht, noch ganz nasse Pfoten, kleine Überschwemmung im Wohnzimmer, sie verlangt nach nassem Nassfutter mit viel Hühnchen drin und übt sich dann in einer lässigen Halbprofil-Pose.

Heute mit Helm

14 Mai

Jetzt wird es bunt am Kühlschrank! Diese wunderbaren Magnet-Hüte und -Accessoires sind vom Tiger (ca. 3 Euro) und passen genau für ein Passbild. Heute ziehe ich den Motorradhelm auf…

Mopo 30. Juli

30 Jul

Liebe Mopo, gern habe ich den Kommentar zur Titelgeschichte “Frauen kosten Männer ein Jahr ihres Lebens” gelesen. Das passende Buch zum Thema kommt am Montag raus: “Warten auf Frauen”. Schade nur, dass der Buchtitel nicht nur ein bisschen langweilig aussieht, sondern auch ziemlich unscharf ist. Das macht ein Mauz mit einem kleinen Pauz dazu.

Das CCH soll abgerissen werden? Das steht irgendwo links unten in einer 15 Zeilen-Meldung. Da hätte ich doch gern mehr drüber gelesen.

Mein absolutes Highlight heute: die kleine Shopping-Tour mit Kim Wilde im Karoviertel. Wie schade, dass es den “Lucky Lucy”-Laden nicht mehr gibt, das wäre doch voll was für die gute Kim gewesen. Das FrüherFoto ist heute freigestellt, bei der letzten Kim-Wilde-Geschichte gab es das gleiche Foto MIT Hintergrund. Das weiß ich zufälligerweise, weil das an meinem Kühlschrank hängt, zusammen mit einem Union-Jack-Magneten… Mauz!

Statt der eigentlich für heute erwarteten Wettergeschichte über den schon wieder davongeflatterten Sommer bekomme ich schön viele OutdoorTipps fürs Wochenende. Openair-Kino, Duckstein-Festival, Sommerdom, Poets on the Beach. Und einmal fliegende Bauten. Wie kann man das Wetter mit seinen eigenen Waffen schlagen? fragt eure Mauzipauzi

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