Tag Archives: S-Bahn

Schau genau

15 Jan

Unglaublich, aber wahr. Das alles habe ich in den letzten 24 Stunden gesehen:

Einen Mann, der hat mit Zigarettenspitze geraucht und hatte bei seinem Hemd den Kragen hochgestellt.
Ein anderer Mann hat seine Zigarettenschachtel im Weizenglas spazieren getragen (das geht, wenn man sie quer da reinklemmt und ein Stoßgebet spricht). Und dann haben die beiden miteinander gesprochen über eine Entfernung von drei Metern.
Falls jemand seine Schlüssel sucht, beim Asia Kim in der Bahrenfelder Straße hängen welche an der Pinnwand. Und ein Artikel über Saufen in der S-Bahn mit dem Vermerk „Für Herbert“.
Und dann gab es noch ein echtes Highlight: Heute in der Umkleide beim Sport hat eine Frau ihre Badelatschen trockengefönt. Wahnsinn!

Mopo 5. September

5 Sep

Liebe Mopo. “Sie trinken munter weiter” schreibt ihr, nämlich trotz des Alkohol-Verbots seit 1. September in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Dafür gibt es “Ermahnungen und Pfefferminze”, und einen Leserbrief. Der Schreiber sagt, er habe noch nie mit Dosenbier in dern Bahn gesessen, aber so langsam kriegt er da Lust drauf. Das kann ich gut verstehen, mauz!

Gern gelesen habe ich den Ausflug in die Geschichte des Alten Elbtunnels, der am Mittwoch 100 Jahre alt wird. Wenngleich ich lieber die im Text so ausführlich beschriebene Kachel im Foto gesehen hätte (die der Architekt damals seiner Holden gewidmet hat), als den komischen Kachel-Hummer, der kommentarlos im Text herumhängt.

Jetzt also doch: Nachdem die neue Umwelt-Botschafterin Hamburgs, “Affen-Lady” Jane Goodall, gestern nur eine Meldung war, kommt die gleiche Geschiche heute MIT Fotos dazu noch einmal nachgereicht. Aber was genau die Affenforscherin in ihrem neuen Amt jetzt genau macht, steht da immer noch nicht… Ich brauche mehr Details!

Schließlich wurde noch die Statue von Heidi Kabel auf dem Hachmannplatz enthüllt, dazu sind 5000 Fans vorbeigekommen. Irritiert hat mich nur, dass es am Anfang des Textes heißt, die Stadt erinnere so an die beliebte Ohnsorg-Schauspielerin, und später dann war es das “Abendblatt”, das das Denkmal in Auftrag gegeben hat. Ja wie denn nun? fragt eure Mazipauzi.

Mopo 8. Juli

8 Jul

Liebe Mopo, heute beschäftigt ihr euch mit einem wichtigen Thema, nämlich Toleranz. Während Islamprediger Vogel im Artikel laut vieler Experten der gefährlichste Islamprediger ist, fällt er im Kommentar in die Kategorie “Toleranz auch für Knallköppe”. “Mit seinem Zottelbart und dem nachthemdartigen Gewand sieht Pierre Vogel eher komisch als gefährlich aus”, schreibt der Mopo-Redakteur im Kommentar. Hinten dann die passende Zeile “Wer ist der komische Islamisten-Vogel”? Aha. Das nenne ich redaktionelle Toleranz. Und weil ich nämlich tolerant bin, werde ich das nicht kommentieren.

Auch wenn ich nicht täglich stundenlang S-Bahn fahre, interessiert es mich doch, wenn es Neuigkeiten im öffentlichen Personennahverkehr gibt. Heute wird mir eine “neue S-Bahn für Hamburg” versprochen. Und was muss ich auf dem Foto sehen? Alles wie gehabt, nur eben mit schicken Star-Trek-Durchgängen. Schön, dass ich erfahre, dass dieser geräumiger ist und “durchgängig” wie ein Tazzelwurm. Und dass Flatscreens aufgehängt werden. Aber was ist eigentlich mit den Sitzen? Das würde mich als Fahrgast ehrlich gesagt am meisten interessieren. Werden die breiter, schmaler, mit mehr Beinfreiheit, oder vielleicht mal längs gegenüber wie in der Underground? Gibt es neue Bezüge? Farbige, unkaputtbare, flauschige oder glatte? Das will ich alles wissen!
Zu Anfang des Textes lese ich, der neue Zug soll ab 2012 rollen. EINER? Und weiter hinten, dass die Finanzierung (111 Mio. Euro) noch gar nicht durch ist. Vorerst gibt es nur den umgebauten Prototypen, der dann auf der Flughafen-Strecke unterwegs sein soll…”So sieht Hamburgs neue S-Bahn aus”, hm, da fehlt mir der Zusatz “wenn dann”. Und wann eigentlich die neuen Züge (äh, also die anderen 111) kommen sollen. Bittedanke.

Wollen Sie ein “O” kaufen? Das OhnsorgTheater versteigert eine Menge Schätze, am Samstag von 13 bis 15 Uhr im Ohnsorg-Theater-Hof. Mauz!

Und schließlich noch ein schlimmer optischer Unfall im Sportteil. „Prinz dachte an Rücktritt“ – dazu passt ein nachdenkliches, ernstes Foto. Jawoll. Aber muss es denn eins sein, bei dem ich jeden Mitesser auf der Nase und jedes Haar im Damenbart einzeln betrachten kann? So dass ich mich gar nicht auf den Text konzentrieren kann, weil ich in Gedanken die Pinzette suche? Für solche Fälle gibt sicher noch andere Fotos von Birgit Prinz. Oder Photoshop. Pauz, eure Mauzipauzi

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