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Sanostol-Sonntag

6 Mai

Sonntag, heute brauchst Du Sanostol. Sonntags beim Sport sieht man Menschen, die die ganze Woche nicht da waren. Sie haben einen Schatten, der heißt schlechtes Gewissen. Kein Wunder, dass ich heute also ein paar Menschen höchst unmotiviert ihre Übungen an den Geräten absolvieren sah, und musste direkt an die Werbung denken „Trottet ihr Kind auch immer nur lustlos durch alle Pfützen?“. Taps, schlurf.

Der auf den iPod gewanderte 80er-Jahre-Sound untermalte meine Überlegungen zur sportlichen Sonntagslage. Weder das Hamburger Grau-Wetter (Fade to grey) noch eine zu kurze vertanzte Nacht (Cold days, hot nights) konnten also als Ausrede herhalten, um dem sportlichen Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen (Respectable). Watt mutt, dat mutt, sagt der Hamburger (I promised myself), und die Tage, um eine Bikini-Figur (bis zum Lebensende) zu erreichen, sind gezählt (The harder I try)… Da heißt es rauf auf den Crosstrainer, aufs Laufband oder aufs Rad (Your heart keeps burning)! Meine Gedanken schweiften ab   (Voyage, voyage)… „Was macht eigentlich die Katze zu Hause?“ (My bed is too big)  „Wie wäre es nachher mit Rhabarberkuchen?“ (Slice me nice)“ „Kommt heute Abend nicht der letzte Tatort mit Mehmet Kurtulus?“ (Don’t break my heart).

Damit war es dann aber auch gut für heute mit Sport und 80er-Jahren. Ich habe noch Katzenfutter bei Rossmann gekauft und Handcreme, die ich alibimäßig in die Handtasche stecke und doch nie benutze. Und ich habe zwei Menschen gesehen, die in der Woche oft beim Sport sind. Aber sonntags lieber bei Rossmann…

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Sonntag, du hast die Hosen an

24 Jul

Lieber Sonntag. Heute hast du die Hosen an. Du bist so lustlos wie das Pfützenkind aus der Sanostol-Werbung. Da nutzt auch kein gut zureden. Heute willst du einfach nicht. Da muss ich mich wohl unterordnen. Eine Hose habe ich auch schon angezogen. Und was langärmeliges. Und darüber wiederum eine Wolljacke.

Früher wollte ich dich ändern. Ich wollte immer raus mit dir. Ich wollte viel mehr erleben als in einen Sonntag reinpasst. Ich wollte am liebsten, dass du mir alles gibst, wofür die anderen Tage keine Zeit hatten. Aber das hat dir gar nicht in den Kram gepasst. Ausschlafen, Leute treffen, Liegengebliebens aufarbeiten und dabei noch entspannen – den Vogel hast du mit gezeigt.

Heute hast du mich früh geweckt. Damit ich endlich Zeit habe für weniger, nicht für mehr. Jetzt kann es regnen. Es könnte auch mal wieder die Sonne scheinen. Hauptsache du hast die Hosen an.

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