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Fußball auf höggschdem Niwo

17 Jun

Hach!!! Drei Ausrufezeichen, mindestens… Was für eine unglaubliche, phänomenale, torreiche, spielfreudige Vorrunde! Und das sage ich nicht nur, weil Deutschland gestern die Portugiesen so schön zersägt hat… Wunderbare Spielzüge, kompromisslose Tore und dann noch ein Schiri, der den Spieler mit schlimm PMS vom Platz stellt, ließen mein Herz höher schlagen. Jogi „scho’au“ Löw (portugiesisch Jogi „Joao“ Löw) hat bestimmt gestern viele Caipirinhas für seine Jungs aufgegossen und das 3-Uhr-nachts-Spiel nur heimlich auf seinem Handy geschaut…

Wird man als Frau erstens gefragt „Magst Du Fußball?“, dann ist die zweite Frage „Ja, kennst du dich auch aus?“. Das ist zwar so, darf aber nicht jeder wissen… Würde er sowieso nicht verstehen, gell? Weil so kommt es, dass wichtige Spiele auf keinen Fall „public“ geschaut werden, da könnte die dampfende Murmel-Kreisch&Jubel-Kulisse, riesige Vordermann-Köpfe oder Beamer-Ausfälle mir einen wichtige Teile des Spiels vorenthalten. Unvorstellbar, und daher nicht verhandelbar!

Ungeordnet und nicht chronologisch meine Lieblingseindrücke von der Vorrunde bisher:

Neu dabei: Die dekorative Handbewegung, wenn der Schiri beim Freistoß die Sprühsahne-Rasierschaum-Linie zieht. Elegant die Flasche gezückt, mit einer hingebungsvollen Lafer-Verzier-Mimik von links nach rechts und zurück, und dann wieder die Flasche verstaut und auf sportlich zurückumschalten, bitte.

Ein verregneter Volker Finke hat mir im Spiel Mexiko-Kamerun das breit gefächerte und nach oben offene Spektrum an verregneten Gesichtsausdrücken nähergebracht. Verregnet, sehr verregnet, dann noch ein Gegentor, dann noch mehr Regen – ich dachte schon, gleich fängt er selber an zu blitzen und zu donnern…

Bei Honduras gegen Frankreich gab es leider gar keine Musik! Keine Hymne, und der Reporter konnte auch nicht rausfinden, warum… Dafür waren die Spieler aus Honduras so mehr oder weniger als Prügel-Truppe angesagt, und haben die Franzosen mit ihren ordentlichen weißen Kragen an den blauen Trikots ganz nach Gänseblümchen-Strategie umgelegt: Jetzt fällt er, jetzt fällt er nicht…. Oft musst er wieder aufstehen, der Franzose.

Gut gefallen hat mir auch, dass sich der englische Physio beim Jubeln verletzt hat – das muss man auch erst mal schaffen! Vielleicht war er auch immer noch mental so abgelenkt von den hautengen hellblauen (Trikots kann man fast nicht sagen) bei Frauen würde man Shapewear sagen, der Truppe aus Uruguay im Spiel vorher. Da zeichnete sich jedes Sechstel vom Sixpack ab, jeder Rippenbogen und noch viel mehr. Grundkurs Anatomie in 90 Minuten. Obwohl, den brauchte der Physio ja wohl nicht!

Fragen zum Schluss: Wer hat den Poschi wieder ans Mikro gelassen? Wer sagt Bela Réthy mal, dass er dringend sein Volker-Lechtenbrink-Foto updaten muss? Und warum hört sich das, wenn Steffen Simon kommentiert an wie die Zusammenfassung?

 

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Mopo 22. September

22 Sep

Liebe Mopo. Heute gibt es also den Nachklapp zur Marihuana-Studie von gestern. Ich lese und staune: “Cannabis ist mitten in der Gesellschaft angekommen”. Hä, war es das nicht schon längst? Mir ist jedenfalls ganz schwummerig vom grellgrünen Hanfblatt mit rotem Hintergrund und gelber Schrift dazu vorne auf der Zeitung.

Auf der VIP-Seite lerne ich “Warum die Promis sich auf den Herbst freuen”. Aber auch hier keine großen Überraschungen: Weil Susan Atwell & Co. verregnete Tage lieben und gern allein an der Alster spazieren gehen. Ich lese das irgendwie jeden Tag; nur glauben kann ich es nicht. Pauz!

Damit keine Obdachlosen mehr unter der Brücke an der Helgoländer Allee schlafen können, hat Bezirksamtsleiter Schreiber einen sehr unschönen Stahlzaun errichtet, der umgrenzt die dort bereits ausgelegten Wackersteine. Das klingt wie ein böses Märchen, ist aber leider wahr und kostet insgesamt 118.000 Euro. Der Mopo-Artikel und der Kommentar dazu sind auf den Punkt! Eure Mauzipauzi

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